UZ – Hedelfingen – Neue Sporthalle und Bücherei für 34 Millionen Euro

Neue Versammlungsstätte für Hedelfingen –
Sporthalle und Bücherei für 34 Millionen Euro
UZ- Jörg Nauke 04.04.2023 – 14:22 Uhr

Im Stadtbezirk Hedelfingen muss man allerdings noch bis Sommer 2028 auf die neue Versammlungsstätte warten.

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https://www.cannstatter-zeitung.de/inhalt.neue-versammlungsstaette-fuer-hedelfingen-sporthalle-und-buecherei-fuer-34-millionen-euro.8bf539a5-b0a8-467d-b44a-5727c8195b45.html

Stuttgart 21 -Tage der offenen Baustelle 8.4. -10.4.2023

Tage der offenen Baustelle am Hauptbahnhof
Die Tage der offenen Baustelle bei Stuttgart 21 finden über das Osterwochenende statt. Von Karsamstag bis Ostermontag ist die Baustelle jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zugänge gibt es beim Planetarium, beim Ausgang der Klett-Passage in den Schlossgarten sowie beim Gebäude der LBBW.
https://www.its-projekt.de/wp-content/uploads/2023/03/Tage-der-offenen-Baustelle-Uebersichtsplan-mit-Legende-1536x864.jpg
Angebot
Neben der Bahn werden auch die Projektpartner von Stadt, Land und Region sowie vom Flughafen auf der Baustelle präsent sein und über ihre Vorhaben informieren. Der Eintritt ist kostenlos. Die Bahn weist jedoch darauf hin, dass die Veranstaltung nicht barrierefrei ist. mil

Familien-Bazar in Obertürkheim am So 23.4.2023

Familien-Bazar in Obertürkheim

Am Sonntag, 23. April 2023 ab 11:00 Uhr findet wieder die Frühlingsausgabe unseres Bazars für die ganze Familie statt, wie immer in den Räumen der Weinmanufaktur in der Uhlbacher Straße 42 in Stuttgart Obertürkheim (hier gehts zur Wegbeschreibung).

Wir freuen uns auf eine große Auswahl an Kinder-Sachen, und auch der Weinverkauf der Weinmanufaktur ist wieder geöffnet.

Unser Bazar ist nach Themen und Größen sortiert, so findet jeder schnell das Gesuchte. Und wer dringend Platz zu Hause braucht und daher selbst verkaufen möchte – am besten schnell Verkäufernummer sichern! Oder die Nummer vom letzten Mal bestätigen und wieder mitmachen 🙂

https://www.familienbazar.de/

UZ – Hedelfinger FFW zu 116 Einsätzen ausgerückt

Freiwillige Feuerwehr Hedelfingen 2022 zu 116 Einsätzen ausgerückt
UZ – red 31.03.2023 – 10:17 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Hedelfingen zieht eine positive Bilanz des vergangenen Übungs- und Einsatzjahres.

„Mit 116 Einsätzen und 50 Aktiven gehören wir weiterhin zu den einsatz- und mitgliederstärksten freiwilligen Feuerwehrabteilungen in Stuttgart“, stellte Kommandant Thorsten Frech in seinem Jahresbericht anlässlich der Hauptversammlung der Hedelfinger Wehr fest.

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Wunderbare Wanderungen auf Wangens Wandel

Wunderbare Wanderungen auf Wangens Wandel
Zweite, erweiterte Broschüre über Spazierwege auf der Wangener Höhe vorgestellt.

1.4.2023 – Das Wetter stellte sich am Freitagabend auf die Seite der Wangener: Mit einem Spaziergang wollten Martin Ehmann und Ulrich Gohl „ihre“ zweite, erweiterte Auflage der Broschüre über die „Wangener Wege“ präsentieren. Treffpunkt Michaelskirche. Bis 30 Minuten vor Beginn tröpfelte es und dunkle Wolken brauten sich über dem Neckartal zusammen. Kurz vor 17 Uhr „riss der Himmel auf“ und die Sonne kämpfte sich durch die Wolken. Wer vorsichtshalber einen Regenmantel anhatte, kam ins Schwitzen. „Mehr wandern und wundern auf den Wangener Wandelwegen“, begrüßten Ehmann und Gohl die zahlreich erschienenen Gäste.

Bezirksvorsteher Jakob Bubenheimer und die Autoren Martin Ehmann sowie Ulrich Gohl (von links) präsentieren die erweiterte Auflage der Broschüre „Wangener Wege“.

Das große Interesse an dem Termin deckt sich mit der Resonanz auf deren Erstlingswerk. Den beiden Kabarettisten des Trios „Mustermann und Motzlöffel“ liegt der Wangener Berg, deren Wandel, die historische Bedeutung und die Spaziermöglichkeiten am Herzen. Folgerichtig brachten sie vergangenes Jahr die Broschüre „Wangener Wege“ mit Tipps für sechs Entdeckungstouren im Stadtbezirk heraus. Der praktische Wanderführer in Westentaschenformat fand schnell reißenden Absatz. „Der Verkehrsverbund Stuttgart hatte einige Touren als Ausflugtipp für Neun-Euro-Nutzer aufgenommen und auch das Touristikzentrum der Stadt empfiehlt diese Broschüre“, sagt Ehmann. Die erste Auflage war bald vergriffen. „Zeit für eine Neuauflage“, bestätigte Wangens Bezirksvorsteher Jakob Bubenheimer. Auch diesmal stellte der Bezirksbeirat aus seinem Budget Mittel für den Druck bereit. „Wir haben in der aktualisierten Auflage einige Anregungen von Leserinnen und Lesern aufgenommen, die uns auf Begebenheiten hingewiesen hatten. Und wir haben zwei neue Touren beschrieben“, sagte Ehmann.

Literarischer Auftakt an der Michaelskirche.

Der erste Halt der Wandertruppe führte denn auch zum Einstieg in den historischen Holzweg. „Das geflügelte Wort jemand auf dem Holzweg führen, weist eigentlich darauf hin, dass Holzwege meistens Sackgassen waren“, erklärt Ehmann. Der Wangener Holzweg führe dagegen über den Bürgerwaldpfad und den Panoramaweg zur Faultannenfurche. Die zweite, neue Tour ist etwas für Spaziergänger mit Kondition. Sie führt vom Kornhasen bergauf über den Gemeindegarten zur Schillerlinde bis zum Polizeifunkturm und zurück von der Waldebene Ost zur Michaelskirche. Fotos zu den Tourbeschreibungen animieren, die Wanderschuhe zu schnüren, Wegskizzen erleichtern, den richtigen Weg zu finden. „Wir hoffen, dass Sie die Wanderwege und historischen Wandel kennen sowie schätzen lernen und diese dadurch auch schützen“, sagt Ehmann bei der Abschlussveranstaltung in der Wangener Kelter.

Die Broschüre ist unter anderem im Wangener Bezirksamt kostenlos zu erhalten.
(Text und Fotos: M. Kuhn)

Bäume auf Karl-Benz-Platz gepflanzt

Bäume auf Karl-Benz-Platz gepflanzt
Wegen Prozessionsspinner: Säulenhainbuchen als Ersatz für Säuleneichen

1.4.2023 -Darauf haben die UntertürkheimerInnen schon lange gewartet: Der Karl-Benz-Platz wird ein bisschen grüner. Endlich. Die Stadt hatte von Ende 2020 an einen neuen Abwasserkanal unter dem Platz hindurch verlegt. Die Baufirmen hatten den Verkehrsknotenpunkt während der Kanalbauarbeiten als Logistikfläche genutzt. Bereits im Vorfeld mussten einige Säuleneichen unweit der Haltestelle der Linie U 13 gefällt und der blühende „Reifengarten“ entfernt werden. Vergangenen Sommer haben die Baufirmen die Logistikfläche nun geräumt. Der einst Treffpunkt konzipierte Platz lag brach – kaum Möbel, kein Grün. BezirksbeirätInnen, BürgerInnen und Studierende machen sich seit Jahren Gedanken, wie die ins Auge springende Fläche am Ortseingang attraktiver gestaltet werden könnte. Die Hoffnung: Im Zuge der Internationalen Bauausstellung (IBA) sollten Ideen umgesetzt werden. Nachteil: Der Ideenwettbewerb verhinderte bisher die Pflanzung von Bäumen. Als Alternative galten Kübelpflanzen. Nun hat sich der Wind nochmals gedreht. „Da es absehbar ist, dass die IBA-Pläne sich in den kommenden zehn Jahren nicht realisieren lassen, hat die Stadt sich jetzt doch für die Pflanzung von Bäumen und für Pflanzbeete entschlossen“, berichtete Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel.

Hainbuchen gepflanzt

In den vergangenen Tagen hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt bereits mit den Baumpflanzungen begonnen. Auf der kleinen Grüninsel bei den Bushaltestellen sollen drei Kaiserlinden und auf dem Hochbeet an der 13er-Haltestelle Säulenhainbuchen gepflanzt werden. Auch an der Grüninsel am Ausgang des Arlbergdurchlasses sind Kaiserlinden und andere Bäume vorgesehen. Zu Stirnrunzeln hatte Anfang der Woche geführt, dass einige Bäume zuerst ein- und dann wieder ausgepflanzt wurden. „Dabei handelte es sich tatsächlich um eine falsche Lieferung. Die ausgepflanzten Bäume wurden an anderen Standorten wieder eingesetzt“, berichtet Marie Kraft von der Pressestelle der Stadt.

Bunker verhindert Bäume

Mit Bedauern nahmen die BezirksbeirätInnen zudem zur Kenntnis, dass auf der Grünfläche in der Mitte des Platzes keine Bäume Schatten werfen können. Der großflächige, allerdings nicht mehr vorgehaltene Bunker unter dem Platz verhindert dies. „Die Erdschicht auf dem Bunkerbauwerk ist für eine Baumpflanzung im Erdreich zu gering. Außerdem hätte eine zusätzliche Wurzelsperre eingezogen werden müssen. Die ursprüngliche Idee mit einem Baumkarree auf dem Bunker wurde daher verworfen“, sagt Kraft. Auch auf die Fragen, wieso die Säuleneichen durch Hainbuchen ersetzt wurden, hatten die Gartenexperten eine Antwort. „Säuleneichen sind potentielle Habitatsbäume für den Eichenprozessionsspinner, die für Menschen eine Gefahr darstellen. Besonders an Stellen, an denen sich Menschen aufhalten, sollten daher keine Eichen gepflanzt werden“, erklärt Kraft.

Bunter Blickfang und Insektenweide

Gleichzeitig werden noch einige Kräuter- und Pflanzbeete – vor allem direkt vor dem Eingang zur Unterführung der Gleise – angelegt werden. Die Staudenbeete werden mit trockenheitsverträglichen Stauden bepflanzt, die in einem sandigen Boden gut gedeihen. Kraft: „Hierdurch entstehen Habitate und Nahrungsquellen für zahlreiche Insekten.“ Die Stadt setzt auf die Perenne-Mix-Mischung. „Sie besteht überwiegend aus den folgenden Stauden, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten blühen und dadurch ein ständiges Nahrungsangebot für Insekten vorhanden ist: Mittelmeerwolfsmilch, Garten Reitgras, Tennessee-Scheinsonnenhut, Dunkle Fetthenne, Indigolupine, großblütige Katzenminze, Indianernessel, Junkerlilie, Knollige Seidenpflanze, Quirlblütiger Salbei, Steppen-Wolfsmilch, Kaukasus Storchschnabel, Verschiedene Asterarten, Kleinblütige Bergminze.“ Im Herbst werden noch Blumenzwiebeln ergänzt. Der beliebte von Ehrenamtlichen betreute Reifengarten wird allerdings nicht mehr installiert werden. Die Betreuung und Pflege durch das Engagement des kleiner werdenden Ehrenamtskreis ist zu aufwändig geworden.
(Text und Fotos: M. Kuhn)

Endlich: Neubaukanal folgt auf Neubaustrecke

Endlich: Neubaukanal folgt auf Neubaustrecke

Pressemeldung 1.04.2023

Der schwäbische Traum: Per Schiff staufrei vom Rosenstein zum Bodensee

STUTTGART/ULM/BIBERACH – Die Neubau-Eisenbahnstrecke zwischen Wendlingen und Ulm ist noch kaum in Betrieb, da gibt es bereits den nächsten Vorschlag zur besseren Verkehrsanbindung zwischen der Landeshauptstadt und dem schwäbischen Meer. Er kommt von der Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (BAUS) aus Renningen. Die hat sich zwar besseren Zugverkehr auf der Nordschwarzwaldbahn Stuttgart – Calw/Bad Liebenzell auf die Fahnen geschrieben, sorgt sich aber generell um die verbesserungswürdige Qualität des Zugverkehrs in die Schwabenmetropole.

Eine reibungslos verlaufene Schiffsreise entlang dem Ufer des Bodensees – nebst verpassten und verspäteten Zuganschlüssen bei der An- und Abreise – bringt die Bahnaktivisten nun auf eine naheliegende Idee: Sie fordern eine Schiffsverbindung zwischen Stuttgart, Ulm und dem Bodensee – und zwar für den öffentlichen Nahverkehr.


Abbildung: Slg. Wolf-Ingo Seidelmann, aus der Veröffentlichung: Otto Konz – Neckar-Donau-Kanal Plochingen – Ulm; Stuttgart 1954

„Die staatliche Eisenbahn ist mit pünktlichem und zuverlässigem Betrieb überfordert“, erklärt Hans-Joachim Knupfer, Sprecher der Bürgerinitiative: „Der Schiffsverkehr hingegen hat Kapazität frei, kommt keinen anderen Zügen in die Quere und kann nicht mal mit Autos kollidieren.“ Noch bis Anfang der 1960er Jahre habe die Landesregierung bereits den Plan verfolgt, den schiffbaren Neckar über die Schwäbische Alb per Kanal nach Ulm zu verlängern und mit der Donau zu verbinden. Nun, 60 Jahre später, gehe es nicht mehr um den Frachtverkehr auf dem Wasser zu den Donauhäfen, sondern den reibungslosen Personentransport zur neuen Entwicklungsachse Oberschwaben/Bodensee.

Gezeitenkraftwerk für Stuttgart, Schiffsanlegestelle in Durlesbach „In Geislingen an der Steige kann man den alten Plan für das Schiffshebewerk wieder aus dem Archiv holen“, so Reinhard Hackl von der Bürgeraktion. Zwischen Ulm und Biberach könne der neue Kanal exakt entlang der schnurgeraden Strecke der Südbahn ideal trassiert werden, so die alternativen Verkehrsplaner. Im Schussentobel bei Durlesbach – das selbstverständlich eine Anlegestelle erhalte – entstünden Wasserspiele, zusätzlich könne eine Riesenmatschbahn das Kinderland im nahen Ravensburg bestens ergänzen.

Zudem ermögliche der Kanal eine bessere sommerliche Wasserversorgung Stuttgarts, wo die Schiffe perfekt am neuen Wohnquartier Rosensteinviertel halten könnten.

Da die Deutsche Bahn die wichtige Bahnverbindung zwischen Stuttgart und Bad Cannstatt sowieso unterbricht, werde die geplante Staustufe Nesenbach vollends den leistungsfähigen Schiffsanschluss an die Stuttgarter City herstellen. Das somit endlich mögliche Gezeitenkraftwerk solle die nachhaltige Energieversorgung Stuttgarts sichern. „Wir wissen, dass das Schiff nicht das schnellste Verkehrsmittel ist – aber bei den vielen Verspätungen auf der Schiene kommt der Kahn immer noch kalkulierbar am Ziel an, das ist heute wichtiger“, so Hackl. Dies sei ein maßgeblicher Beitrag zur Entschleunigung der Welt, der naturgemäß den Schwaben besonders am Herzen liege.

Vor allem biete der Schiffslinien-Personennahverkehr (SchLPNV) endlich eine solide Lösung für ein grundschwäbisches Verkehrsproblem: Selbst Geißböcke könnten problemlos mit dem neuen Verkehrsmittel artgerecht mitgeführt werden. Hans-Joachim Knupfer: „Bei dem Tempo kann das Viech gut hinterdrei‘ schwimmen.“ Findige oberschwäbische Bauern arbeiteten bereits an wasserfesten Züchtungen. Die BAUS versteht ihre Anregung als Appell ans Stuttgarter Verkehrsministerium. Ministerpräsident Kretschmann soll bereits erfreut von dem Vorstoß gehört haben.

BZ: Den Entwurf für das Schiffshebewerk über die Alb gibt es schon.

Digitales Belegexemplar bitte an wolf-ingo-seidelmann@t-online.de

V.i.S.d.P.:
Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.) | Bahnverbindung Calw – Renningen (- Stuttgart)
c/o Hans-Joachim Knupfer

Einstige Schokoladen-Hauptstadt Stuttgart

Einstige Schokoladen-Hauptstadt Stuttgart

Bürgerverein erinnert in seiner Ausstellung an Traditionsunternehmen aus dem Neckartal – Eröffnung am 2. April

Stuttgart gilt als Schmiede und Hauptstadt des Automobils sowie als die Stadt der Verlage. Dank des Opernhauses, des Schauspiels und der Balletts genießt die Landeshauptstadt zudem den Ruf als Metropole der Künste. Ein Aushängeschild ist verblasst. In seiner neuen Ausstellung erinnert Klaus Enslin, der Vorsitzende des Bürgervereins Untertürkheim/Rotenberg, an süße Produkte, die vom Neckartal aus die Welt eroberten.
Stuttgart war lange Jahre Deutschlands süße Schokoladenhochburg. Traditionsmarken wie Ritter, Waldbaur, Haller, Eszet, Tobler, Schoko-Buck, Moser-Roth und Frigeo ließen und lassen Kinderaugen strahlen und das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Den Besuchern der Schokoladenausstellung wird beim Betrachten der Vitrinen und beim Lesen der Tafeln der Mund offen stehen bleiben. Mit enormem Engagement und hoher Kompetenz hat Enslin sehenswerte Exponate zusammengesammelt und mit Hilfe von Marlene Blumenstock liebevoll dekoriert: Die BesucherInnen begeben sich auf eine kurzweilige Zeitreise: Alte und neue Schokolade-Verpackungen, historische Fotos, Werbeartikel, Firmenschilder, Nippes und Erinnerungsstücke in den Vitrinen sowie Werbefilme dokumentieren die süßen Jahrzehnte von Beginn an äußerst unterhaltsam.

Die Anfänge reichen in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Konditor Eduard Otto Moser gründete in der Tübinger Straße 1846 ein Geschäft für „Konditorei und Schokoladewaren.“ 1859 begann er die Fabrikation von Schokolade und Bonbons in der Calwer Straße. Moser erweiterte den Betrieb bald. Nach dem Tod des Gründers fusionierte die Firma mit dem Konkurrenzbetrieb von Wilhelm Roth. Die bekannte Schokoladenmarke Moser-Roth entstand. Sie war in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts die größte Schokoladenfabrik mit bis zu 550 Beschäftigten in Stuttgart, wurde aber 1942 „aus politischen Gründen“ von den Nazis aufgelöst. Der Obertürkheimer Schokoladenfabrikant Karl Haller kaufte die Markenrechte 1947 und führte die Produktion unweit des Obertürkheimer Bahnhofs bis 1968 fort. Heute wird die Marke Moser-Roth von der Firma Aldi vertrieben.

Eine – heute noch weltbekannte Marke – hängt mit der Firma Haller zusammen: Tobler. Das Schweizer Unternehmen ließ „ihre“ in den Staaten der EWG/EG vermarktete Schokolade bei der Firma Haller sowie in der ebenfalls in Stuttgart – unweit des Ostendplatzes – ansässigen Firma Schoko Buck herstellen. Jedem älteren Bürger in den Oberen Neckarvororten ist zudem die Firma Eszet ein Begriff. 1857 gründet Ernst Staengel mit seinem Schwager Karl Ziller die Schokoladenfabrik. Aus dem S und dem Z ihrer Nachnamen leiteten sie den (gesprochenen) Markennamen Eszet ab. Die Firma zog 1898 nach Untertürkheim ins Gebäude in der Augsburger Straße. Die praktische, dünne Eszet-Schnitte, die man geschickt auf eine Brotscheibe oder in ein Brötchen legen kann, machte die Firma europaweit bekannt. Als die Kakao-Preise aber 1974 stiegen, musste die Firma Konkurs anmelden und den Betrieb einstellen.

Heute noch in aller Munde ist dagegen die „Ritter-Sport“ -Schokolade. Ursprünglich in der Wilhelmsstraße in Bad Cannstatt gegründet, hat das Unternehmen heute ihren Sitz in Waldenbuch. Mit ihren quadratisch-praktisch-guten Tafeln für die Jackentasche halten sie heute rund 20 Prozent Marktanteil in Deutschland und halten damit das Fähnchen für die Schokoladen-Region Stuttgart hoch.

Die Schokoladen-Ausstellung im Alten Schulhaus Rotenberg, Württembergstraße 312, wird am Sonntag, 2. April, um 11 Uhr eröffnet. Sie wird bis Oktober an jeden ersten Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet sein.
>> Sonderöffnung am So 16.4.2023 – 14-16 Uhr <<

Ein Besuch – eventuell verbunden mit einer Stippvisite in der Grabkapelle – lohnt sich! Gruppen können sicherlich bei Klaus Enslin, info@bv-untertuerkheim.de, Telefon 33 86 89 wegen eines Alternativtermins melden.
Text und Fotos: M. Kuhn

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