Wilih.de – Amstetter Straße – 125 statt 75 Flüchtlinge
Stuttgart-Hedelfingen, 16. Mai 2023 … An der Amstetter Straße sollen größere Flüchtlingsunterkünfte entstehen als ursprünglich vorgesehen. Statt für 75 Personen soll die SWSG im Auftrag der Stadt Stuttgart auf den beiden Grundstücken zwischen Spielplatz und Elektro Eifler Platz für 125 Menschen schaffen.
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Von Juli an: Umfangreiche Bauarbeiten in der Hedelfinger Straße
Kaum haben sich die VerkehrsteilnehmerInnen von den Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten zwischen Wangener Marktplatz und den Otto-Konz-Brücken erholt, steht der zweite Bauabschnitt für die Hauptradroute 2 an.
Von Juli 2023 bis Ende August 2024 wird das Tiefbauamt den Bereich zwischen dem Kreisverkehr an den Otto-Konz-Brücken bis kurz vor dem Hedelfinger Platz umfangreich umgestalten. „Wir stellen beidseitig einen Radfahrstreifen und elf Baumstandorte her, richten einen Doppelwender sowie einen weiteren Zugang zur Stadtbahnhaltestelle am Bürocampus ein, erneuern die Gehwege mit Sickerpflaster und bauen die Fahrbahn voll aus“, zählt Steffen Frank vom Tiefbauamt auf. „Wichtig: Wir sperren die Hedelfinger Straße immer nur in eine Fahrtrichtung, die gegenüberliegende bleibt frei“, ergänzt sein Kollege Robin Leopold. Die gesamte Maßnahme ist in neun, zeitlich aufeinander abgestimmte Abschnitte geteilt.
Teil der Umgestaltung der Hedelfinger Straße: Ein neuer Zugang zur Stadtbahnhaltestelle am Bürocampus wird geschaffen. Foto: M. Kuhn
Die Stadt startet im Juli mit der Umgestaltung des Abschnitts von der Kreuzung Heiligwiesen bis zur Heinrich-Hertz-Straße in Fahrtrichtung Wangen. Der erste Teil des Doppelwenders wird hergestellt. Der Autoverkehr soll über die Kesselstraße umgeleitet werden. Zehn Wochen sind für den Auftakt eingeplant.
Genauso lange wird der zweite Abschnitt auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite beanspruchen. Vom Bürocampus bis zur Kreuzung Heiligwiesen ist die Straße in Richtung Hedelfingen gesperrt. „Wir weisen vor den Otto-Konz-Brücken eine Umleitungstrecke über den Westkai zu den Otto-Hirsch-Brücken aus“, sagt Leopold. Alternativ können die Autofahrer auch über die B 10 zur Ausfahrt Hedelfingen fahren. Der Standstreifen wird geöffnet.
Mitte November folgt dann der dritte Abschnitt: In Richtung Hedelfingen wird dann das kurze Stück zwischen neuem Kreisverkehr/Obi und Bürocampus umgebaut. Der Verkehr wird wie zuvor über den Westkai umgeleitet. „In diesen vier Wochen ist der Baumarkt nur über die Kemptener Straße erreichbar“, so Leopold.
Es folgt – geplant von Anfang Januar 2024 an – das Stück oberhalb der Obi-Einfahrt bis auf Höhe der Stadtbahnhaltestelle. Da eine Gasleitung umgelegt werden muss, wird dies acht Wochen dauern. Die Umleitung über den Westkai wird aufrechterhalten.
Von März bis April 2024 wird dann der letzte Teil in stadtauswärtiger Richtung – von Heiligwiesen bis kurz vor dem Hedelfinger Platz – gerichtet.
: Im Zuge des Baus der Hauptradroute 2 werden die Linksabbiegemöglichkeiten über die Gleise an der Kreuzung Heiligenwiesen geschlossen. Wenige Meter unterhalb wird ein Doppelwender eingerichtet. Foto: M. Kuhn
Die Baufirmen wechseln danach auf die Seite in Richtung Wangen. Sechs Wochen lang buddeln sie von der Heinrich-Hertz-Straße bis zum Kreisverkehr an den Otto-Konz-Brücken. Etwa 100 Meter unterhalb des ersten wird der zweite Zugang zur Stadtbahnhaltestelle angeschlossen. Die Autos werden über die Kesselstraße geführt.
Es folgt der für den Verkehr unproblematische Abschnitt Nummer 7. Die Einmündung an der Heinrich-Hertz-Straße vor der Agip-Tankstelle wird saniert. Endspurt: Von Mitte Juni bis Ende Juli 2024 wird die Straße Heiligwiesen umgebaut. „Wir errichten neue Parkplätze auf der Lidl-Seite. Dazu wird die Einfahrt zum Lidl gesperrt und eine Behelfszufahrt über die Hedelfinger Straße angeboten“, sagt Leopold. „Nach Ende dieses Bauabschnitts wird es dort keine Abbiegemöglichkeit mehr in Richtung Hedelfingen geben. Autofahrer müssen den neuen U-Turn wenige Meter unterhalb nutzen“, ergänzt Frank. Den Abschluss bilden die Umgestaltungsarbeiten vom Schaudt-Areal bis zur Straße Heiligwiesen. Auch diese Linksabbiegespur über die Gleise wird geschlossen. Autos werden noch einmal über den Westkai umgeleitet. „Ende August 2024 sind wir dann hoffentlich fertig“, sagt Leopold.
„Wir vermutlich auch“, meinte Hedelfingens Bezirksvorsteher Kai Freier lachend. Die Bezirksbeiräte in Hedelfingen und Wangen fürchten ein Verkehrschaos. Sie machen drei Engpässe aus: die Kesselstraße, den Westkai und die Lichtsignalanlagen auf dem Hedelfinger Platz. CDU-Bezirksbeirat Hans Eisele regte deswegen während der Umleitungsphase ein Parkverbot auf der Kesselstraße an. Ein schier unlösbares Problem wird dagegen der Westkai. Während er als Umleitung ausgewiesen ist, werden dort Leitungen verlegt. Die B 10-Einfahrt ist in der Zeit geschlossen. Am Herz liegt den Politikern zudem die Beschilderung. Aus den schlechten Erfahrungen mit dem ersten Bauabschnitt baten vor allem die Wangener „für Autofahrer verständliche und fehlerfreie Hinweise auf die Ausweichrouten aufzustellen.“
Befürchtet wird auch, dass Ortskundige über den Feldweg am Unteren Rot – vorbei am Krempoli – nach Hedelfingen schleichen werden. Die Stadt will dies unterbinden. Schließlich ist der Weg während der Bauarbeiten auf der Hedelfinger Straße als Umleitung für Fahrradfahrer ausgewiesen. Die Hedelfinger erinnerten dabei an die versprochene Beleuchtung. Sie fehlt noch. „Außerdem dürfen auf dem Abschnitt zwischen Heiligwiesen und dem Hedelfinger Platz keine baulichen Tatsachen geschaffen werden, die die Umgestaltung des Ortseingangs erschweren“, forderten die Hedelfinger Bezirksbeiräte. Sie wünschen sich einen Kreisverkehr am Hedelfinger Platz und eine neue Fußgängerquerung auf Höhe der heutigen Turnhalle – der künftigen Mehrzweckhalle mit Stadtteilbibliothek. Aber dies wird dann das nächste Großbauprojekt sein. (Text: Mathias Kuhn)
Buntes Programm zum 50. Geburtstag der Rohracker Grundschule
Die drei bisherigen Rektorinnen der Tiefenbachschule: Renate Schlüter (links), Lore Dilger und Birgit Glos (rechts) mit der amtierenden, kommissarischen Leiterin der Tiefenbachschule Judith Eckert (zweite von rechts) feiern das 50-jährige der Tiefenbachschule. Foto: Mathias Kuhn
Ja, ist den heute Unterricht?, fragte sich der ein oder andere Passant am Samstagvormittag in Rohracker. Erst- bis ViertklässlerInnen samt Eltern eilten zur Tiefenbachschule. „Wir feiern heute am Tiefenbach 50 Jahr“, gab der Schulchor zu Beginn der Feierstunde das Geheimnis des Besucherstroms preis. Vor fast genau 50 Jahren wurde die „neue“ Grundschule eingeweiht. „1973 – als es den ersten autofreien Sonntag gab und Heide Klum geboren wurde“, ordnete Judith Eckert, die kommissarische Leiterin der Schule, die Entstehungszeit ein. Weil Bilder mehr als 1000 Worte sagen, überließ Eckert die Bühne einem von ihr und Freunden gedrehten Film. Professionell und doch mit viel Empathie brachte der Streifen den Geist herüber, der seit einem halben Jahrhundert die Tiefenbachschule kennzeichnet: Der Mensch – die einzelne Schülerin und der einzelne Schüler, die Lehrenden und Beschäftigten in der Schule – zählt. Die Schule ist ein Teil der Gemeinde, im sozialen Gefüge eingebunden.
Fast zu schade zum Anschneiden: die Jubiläumstorte. Foto: Mathias Kuhn
Dies zeigt sich auch an den Grußworten von Sylvia Unger, der stellvertretenden Bezirksvorsteherin. Sie listete die Aktionen auf, die die Schule mit den Vereinen und Einrichtungen im Stadtbezirk auf die Beine gestellt hat. Exemplarisch stehen dafür die Projekte mit dem Obst- und Gartenbauverein Rohracker und die AGs mit dem Musikverein. Eine Kostprobe der Arbeit von Musikvereinschef „Thomi“ Winkler gab die Flötengruppe beim Festakt und von der erfolgreichen Arbeit der Garten AG mit Dorothee Veith konnten sich die Festgäste selbst überzeugen. Mehrere Gemüse- und Pflanzenbeete hinter dem Schulgebäude haben die Grundschüler bereits bestellt. Sie gedeihen, sofern die Rehe keinen Geschmack an den Pflanzen finden. Einen großen Anteil daran, dass die Projekte überhaupt gestemmt werden können, hat der Förderkreis mit den engagierten Eltern. Deren ehrenamtliches Engagement in Zusammenarbeit mit den motivierten LehrerInnen garantierte auch das bunte Fest zum goldenen Jubiläum: ein reichhaltiges Mittagsbüfett mit Spezialitäten aus vielen Ländern, Hot Dogs vom Förderverein, ein gut bestücktes Kuchenangebot, hübsch dekorierte Tische und der ein oder andere schüchterne Sonnenschein
Der junge Neal lässt sich gerne und geduldig schminken. Foto: Mathias Kuhn
luden zum gemeinsamen Verweilen ein. Die Kinder konnten sich währenddessen an den Stationen austoben: beim Gesichter-Schminken, beim Dosenwerfen oder Wasserspritzen am Stand der Freiwilligen Feuerwehr, beim Pflanzen im Schulgarten, auf der Schulrallye, beim Eishockeyschießen und vielem mehr. „Die Tiefenbachschule ist wichtiger Bestandteil eines bunten, lebendigen Stadtteils, der von Grün umgeben ist und doch in einer Großstadt liegt“, sagte Elternbeiratsvorsitzende Sandra Fellinghauer in ihrer Festrede. Das größte Pfund ist das Gemeinschaftsgefühl. Die Schule – dies ist der Erfolg der drei bisherigen Rektorinnen, der amtierenden Leiterin und deren Teams – integriert. Die Bürgerinnen und Bürger identifizieren sich mit „ihrer“ Schule – seit 50 Jahren, wie das Jubiläumsfest bewies. (Text und Fotos: Mathias Kuhn)
Wilih.de – Lebendige Ortsgeschichte. Historisches aus und über Hedelfingen – unterhaltsam erklärt von Hans-Peter Seiler und Michael Wießmeyer, 11. Mai 2023 …
Thema dieser Folge: Kleinod im Haufendorf – Was an Hedelfingens Alter Kirche so besonders ist
Die Alte Kirche ist das älteste Bauwerk im Ort und gleichzeitig eine der ältesten Kirchen in Stuttgart. Hedelfingen liegt am westlichen Rand des Neckartrichters und der Ausmündung des Dürrbachtals. Es ist ein ehemaliges Haufendorf und umfasst 1830 die Rohracker-, Heumadener-, Frucht-, Heimgarten-, Ruiter-, Kreuzhalden- und Amstetter Straße, den Hedelfinger Platz und den Friedhof. Die Dorfkirche an der alten Reichsstraße nach Esslingen am Neckar ist eigentlich unscheinbar. … bei wilih.de weiterlesen … https://wilih.de/was-an-hedelfingens-alter-kirche-so-besonders-ist
Die Rohracker Grundschule feiert am Samstag, 13. Mai 2023 den 50. Geburtstag von 11 bis 15 Uhr
Diejenigen, die werktäglich die Tiefenbachschule besuchen, sprühen vor jugendlichem Elan, das Schulgebäude selbst hat aber einige Schuljahre hinter sich. Exakt ein halbes Jahrhundert. Unter dem Motto „Gemeinsam 50 Jahre“ lädt die Schule aktuelle sowie ehemalige Schülerinnen und alle Bürgerinnen zum Jubiläumsfest.
Am Samstag, 13. Mai, wird zwischen 11 und 15 Uhr in und um die Tiefenbachschule gefeiert.
„Nach den Begrüßungsworten dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf ein buntes Programm mit Aufführungen der Schulkinder freuen“, sagt die kommissarische Schulleiterin, Judith Eckert. Mit Spannung wird die Premiere des Jubiläumsfilmes erwartet. Auch der Obst- und Gartenbauverein Rohracker, der Musikverein Hedelfingen-Rohracker sowie der Aktivspielplatz Dürrbachtal werden mit Ständen vertreten sein.
Die Freiwillige Feuerwehr unterstützt das Fest. Ab 12 Uhr gibt es ein Mittagsbuffet, Getränke, Kaffee und von Eltern gebackenen Kuchen. Eine Stunde danach öffnet die Spielstraße.
Währenddessen wird sich das ein oder andere Elternteil an die eigene Schulzeit in der Tiefenbachstraße, Großeltern an die beengten Verhältnisse in der „Alten Schule“ erinnern. In den Sechziger-Jahren drückten geburtenstarke Jahrgänge die Schulbänke. Teilweise saßen 48 Kinder im Klassenzimmer – trotz Kurzschuljahr. Als gegen 1967 in der Weinklinge neue Wohnungen gebaut wurden und damit noch mehr Familien mit Kindern nach Rohracker zogen, war klar: Rohracker benötigt eine größere und modernere Schule.
Mit dem Bau in der Tiefenbachstraße 66a wurde 1971/72 begonnen.
Am 18. Mai 1973 wurde das neue Schulhaus mit Turnhalle eingeweiht. Auch wenn das neue Schulzentrum nicht mehr im alten Ortszentrum lag, blieb die Tiefenbachschule im Ort verwurzelt. Schließlich stammen und wohnen alle drei bisherigen Rektorinnen im Ort: Lore Dilger, Renate Schlüter und Birgit Glos. „Uns war es wichtig, dass was im Ort vorhanden ist, erhalten bleibt“, sagt Glos. Insofern ist die Verzahnung sowohl mit der Elternschaft als auch mit Vereinen eng. Erwin Bank vom Obst- und Gartenbauverein und seine Helfer halfen beim Anlegen des Schulgartens und zeigen Kindern, wie man Töpfchen bepflanzt.
Die kommissarische Leiterin der Tiefenbachschule, Judith Eckert (links), und ihre Vorgängerin Birgit Glos hinterließen Spuren. – Foto: M. Kuhn
Mitglieder des Musikvereins bringen Schülerinnen erste Flöten- und andere Instrumententöne bei und mit dem Sportverein wurden Sponsorenläufe unter anderem für die Tour Ginkgo organisiert. Ein wichtiger Baustein – beim Jubiläumsfest wie im Schulalltag – ist der Förderverein. Viele ehrenamtliche Hände – oft Eltern oder ehemalige Schülerinnen – sichern die Ausgabe des täglichen Mittagessens, backen Plätze und basteln Adventskränze für den Rohracker Weihnachtsmarkt – gemäß dem Motto „Gemeinsam 50 Jahre.“ Text und Fotos: Mathias Kuhn
Volksbank am Württemberg spendet dem Waldheimverein einen Elektro-Kinderwagen für Ausflüge
Nachdem der erste Respekt vor dem neuen Mobil gewichen war, konnte der Nachwuchs der neuen Kita am Bergwald es kaum erwarten: Sie freuten sich auf die Jungfernfahrt in ihrem VR-Mobil. „Eure tolle Kita wurde ja am Wochenende eingeweiht. Wenn ihr kleinere Ausflüge in die Umgebung machen wollt, müsst ihr aber mühsam Steigungen überwinden. Mit dem neuen VR-Mobil wollen wir Euch die Wege erleichtern“, sagte Sascha Becker, der Bereichsdirektor der Volksbank am Württemberg. Mit seinem Kollegen Oliver Möller übergab er am Dienstag einen besonderen Cabrio-Sechssitzer an die Vertreter des Waldheimvereins: einen flotten Kinderwagen mit Elektroantrieb.
Mit hochgezogenem Verdeck erinnert er an einen abgesägten Bus mit einem Kinderwagenbügel. Ein Elektromotor treibt den Minibus an. Die Erzieherinnen am Bügel können zwischen verschiedenen Geschwindigkeiten –Schnecken- oder Hasentempo – wählen. Natürlich besitzt das High-Tech-Mobil eine Bremse, Hupe und Scheinwerfer. Gelenkt wird über den Bügel. Der Rückwärtsgang hilft beim Rangieren. „Eine Batterieladung reicht für zwölf Kilometer“, sagt Möller. „Aufgetankt wird das Mobil dann wieder mit unserem selbsterzeugten Strom“, sagt Waldheimvorsitzender Paul Wurm. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach macht’s möglich.
Das VR-Mobil sei deswegen ein Symbol der Nachhaltigkeit sowie der Verbundenheit der Volksbank am Württemberg mit dem Stadtbezirk. Die Hausbank des Waldheimvereins stand dem Verein bei der Finanzierung der neuen Kita zur Seite. Als Dank überreichte Schatzmeisterin Stefanie Wurm-Guschlbauer den Bankmanagern die aktuelle Festschrift, von den Kita-Kindern erhielten sie ein selbstgestaltetes Gemälde. „Wir betreuen ja auch ein Jahr alte Kinder. Bisher mussten wir sie mühsam im Kinderwagen schieben. Jetzt können wir sie im VR-Mobil bequem chauffieren“, bedankte sich Kita-Leiterin Elisabeth Rupek.
Finanziert wird das rund 6000 Euro teure E-Mobil durch das VR-Gewinnsparen der KundInnen der Volksbank am Württemberg. Geld anlegen, Gewinnchance nutzen und sich karitativ engagieren verbindet sich hierbei auf ideale Weise. Von zehn Euro, die ein Los kostet, wandern 7,50 Euro auf das Sparkonto, 63 Cent kommen sozialen Zwecken zugute, der Rest bleibt als Einsatz für die Monatsauslosung mit vielen Preisen. Den Hauptgewinn hatten am Dienstag sechs Kita-Kinder gezogen. Sie durften zur Jungfernfahrt auf den weichen E-Mobilsitzen Platz nehmen, sich angegurten und zum Erdbeerstand in der Ortsmitte chauffieren lassen.
Anliegerbenachrichtigung – Bauarbeiten in der Hedelfinger Straße – zur Einrichtung der Hauptradroute 2
Voraussichtlich ab Juli 2023 beginnen in der Hedelfinger Straße die Arbeiten zur Einrichtung der städtischen Hauptradroute 2.
Auf dem Streckenabschnitt zwischen dem neu eingerichteten Kreisverkehr Otto-Konz-Brücken und dem Hedelfinger Platz wird in mehreren Bauabschnitten der Straßenraum neu geordnet, die Fahrbahn saniert und Raum für Radfahrstreifen geschaffen. Durch die Erneuerung und Verbreiterung von Gehwegen, der Schaffung zusätzlicher Querungsmöglichkeiten und der Herstellung mehrerer neuer Baumstandorte wird die Hedelfinger Straße zudem deutlich aufgewertet. Die Arbeiten werden voraussichtlich im August 2024 abgeschlossen.
Während der Bauarbeiten sind temporäre und abschnittsweise Streckensperrungen in beiden Fahrtrichtungen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht zu vermeiden. Für die dadurch ent- stehenden Beeinträchtigungen bittet das Tiefbauamt bereits im Vorfeld um Verständnis. Gerne stellen wir Ihnen den geplanten Bauablauf im Rahmen einer Informationsveranstaltung an einem der folgenden Termine vor:
Montag, 15. Mai 2023 um 17.00 Uhr in der Wangener Kelter oder Dienstag, 16. Mai 2023 um 17.00 Uhr im Bezirksrathaus Hedelfingen (Sitzungssaal)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sollten Sie im Vorfeld der Informationsveranstaltungen – Fragen zu dieser Baumaßnahme haben, können Sie sich gerne per Mail an mich wenden. Freundliche Grüße Steffen Frank – steffen.frank@stuttgart.de
Landeshauptstadt Tiefbauamt
Gedenkveranstaltung in der Hedelfinger Kreuzkirche zu den Bücherverbrennungen vor 90 Jahren
Die Hedelfinger Kreuzkirche wurde im Oktober 1930 eingeweiht. Zweieinhalb Jahre später – die Nazis hatten gerade etwas mehr als drei Monate die Macht an sich gerissen – zeigten sie erstmals ihre zerstörerische Gesinnung. Am 10. Mai 1933 flammten in 70 deutschen Städten Feuer auf. Die Nazi-Schergen ließen Bücher von systemkritischen und jüdischen Schriftstellern verbrennen. Von den neuen Machthabern als „undeutsch“ verschriene Literatur „wurden dem Feuer übergeben.“ Werke von weltweit geachteten Autoren wie Heinrich Mann, Carl von Ossietzky, Sigmund Freud, Karl Marx, Theodor Wolff und anderen landeten auf Scheiterhaufen. „20 000 Bücher. Kultur und Wissen wurde systematisch unterdrückt“, sagte Matthias Baisch, der Vorsitzende des Fördervereins Alte Kirche und Kreuzkirche.
Hans-Joachim Schau, Michael Wießmeyer, Barbara Straub, Marie Ströbel, Harald Haury, Matthias Baisch, Ulrich Walddörfer sowie Carmen Mammoser (von links) gestalteten die Gedenkfeier zur Bücherverbrennung vor 90 Jahren. Foto: M. Kuhn
Verfolgte Schriftsteller
Mit dem Förderverein Altes Haus wollten die Kirchenaktiven an die Bücherverbrennung vor 90 Jahren erinnern. „Als Gedenkveranstaltung für die Opfer und als Mahnung, für die Freiheit des Denkens zu kämpfen“, so Baisch. Rund hundert BesucherInnen kamen dazu am Samstagabend in die Kreuzkirche. „Wir haben dazu fünf Autoren exemplarisch ausgewählt, deren Texte vorgelesen werden“, erklärte Michael Wießmeyer, der erste Vorsitzende des Fördervereins Altes Haus. Mit dem Begrüßungs-Song („Willkommen, Bienvenue, Wellcome“) aus dem Musical „Cabaret“ führten Opernsängerin Carmen Mammoser-Walddörfer und Ulrich Walddörfer am Klavier die ZuhörerInnen in die Welt der „wilden Zwanziger des 20. Jahrhunderts.“ Es war die Zeit in der Joachim Ringelnatz – noch – wirkte. Denn bald bekam der überzeugte Pazifist Auftrittsverbot. Seine Texte waren zu kritisch. Hans-Joachim Schau trug drei kurze Stücke vor. Geächtet wurden auch Berthold Brecht, Kurt Tucholsky sowie Erika, Klaus und Heinrich Mann. Sie mussten ins Ausland fliehen, um der Gewalt der Nazi-Schergen zu entgehen. In seinem Gedicht „Bücherverbrennung“ – vorgelesen von Carmen Mammoser-Walddörfer – ging Brecht auf die Umtriebe des Regimes ein. Andächtige Stille. Die Gäste in der Kreuzkirche bekamen mit, dass einige intellektuelle Geister das Unheil der kommenden Jahre vorhersahen.
Mit Ironie gegen das Unrechtsregime
Welch‘ Weitsicht der Journalist Kurt Tucholsky besaß, offenbarte sich in seinen von Harald Haury vorgetragenen Gedichten „Publikum“ und „Europa“. Ironisch-amüsante Zeilen, die heute noch gültig, erschreckend bitter und wahr sind. Offenbar zu gefährlich für die Nazis. Mut bewies auch Erika Mann – beispielsweise bei Auftritten in der Pfeffermühle. In ihrem Lied „Der Prinz von Lügeland“ besingt sie die Kunst des Lügens: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht; wer immer lügt, dem wird man glauben“, heißt es in dem von Barbara Straub vorgelesenen Text. Den Abschluss bildete ein als erfahrener Kinderbuch bekannter Autor: Erich Kästner. Trotz seiner Erfolge fand sich auch der systemkritische Kästner auf der Liste der verbotenen Schriftsteller wieder und musste mitansehen, wie seine Schriften am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz in Flammen aufgingen.Marie Schöbel las aus seinem Gedicht „Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?“
Für die Freiheit des Denkens kämpfen
Mit den Filmhits „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ und „Davon geht die Welt nicht unter“ holte Carmen Mammoser die ZuhörerInnen zudem in die Nazi-Propaganda-Zeit. Jene Kriegsjahre, in denen die Welt längst in Trümmern lag und Millionen Menschen ermordet wurden. Heinrich Heines Vorahnung aus dem 19. Jahrhundert war wahr geworden: „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ -Text und Foto: Mathias Kuhn –
Fest des Waldheims Hedelfingen – Vorzeige-Kita eröffnet und buntes Programm für Kinder und Erwachsene
Das Hedelfinger Waldheim hat in seiner 111-jährigen Geschichte schon einiges erlebt. Aber solch ein Fest wie am Samstag gehört sicherlich zu den Höhepunkten: eine Riesen-Hocketse mit sechs Stunden Action, Musik, Sport, leckeren Speisen sowie Ständen vieler Hedelfinger Vereine, Mitmachmöglichkeiten und spannende Einblicke in die neue Kita am Bergwald.