Stadtarchiv Bad Cannstatt: Der schwäbische Mitterrand

Der schwäbische Mitterrand

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Stadtarchivs,

morgen, Dienstag, 10. April 2018, um 19 Uhr findet das Begleitprogramm der Ausstellung “Kessel unter Druck. Protest in Stuttgart 1945-1989” seine Fortsetzung. Ein Diskussions- und Zeitzeugenabend widmet sich Eugen Eberle (1908-1996), der 37 Jahre als Einzelkämpfer dem Stuttgarter Gemeinderat angehörte. Das von ihm gegründete Parteifreie Bündnis (PFB) gilt als parlamentarischer Arm des Protests in Stuttgart. Im Jahr 1966 forderte er als – wie es damals in der Presse hieß – „schwäbischer Mitterrand“ OB Klett heraus und erzielte beachtliche 15,8 Prozent der Stimmen. Wer war dieser Mann? Und worin liegt die Aktualität seiner politischen Forderungen?

Diesen Fragen gehen in einer von dem Journalisten Thomas Borgmann moderierten Gesprächsrunde Frieder Schmidt, Peter Grohmann und Roland Müller nach. Einleitend stellt Jürgen Lotterer den Nachlass Eugen Eberles vor, der sich seit kurzem in den Beständen des Stadtarchivs Stuttgart befindet. Seine Enkelin Ulrike Heiligenstühler spricht über die Biografie ihres Großvaters. Fernsehaufnahmen aus einer SWR-Reportage über Eugen Eberle aus dem Jahr 1975 runden das Programm ab.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie zu dieser Veranstaltung im Stadtarchiv begrüßen dürften. Der Eintritt ist wie immer kostenfrei.

Mit besten Grüßen
Günter Riederer

Kulturamt – Stadtarchiv
Bellingweg 21
70372 Stuttgart