Neuer Name fürs Gemeindehaus Strümpfelbacher Straße 38

Neuer Name fürs Gemeindehaus Strümpfelbacher Straße 38

Bericht im Stuttgarter Wochenblatt vom 31.10.2018 – Seite 3
>> https://www.weekli.de/docs/stw/719?page=3<<

Von Thomas Miedaner

UNTERTÜRKHEIM
Ohne ihn würde Untertürkheim heute im wahrsten Sinne des Wortes anders aussehen. Trotzdem muss man lange suchen, um auf den Namen Julius Lusser zu stoßen. Der Bürgerverein Untertürkheim/Rotenberg würde das sehr gerne ändern und hat nun einenerneuten Vorstoß gewagt, dem Namen des einstigen Ortbaumeisters von Untertürkheim mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Foto: Gablenbeger Klaus


Der Verein hat sich mit dem Vorschlag an die Stadt gewandt, das Gemeindehaus in der Strümpfelbacher Straße 38, in dem heute der Kulturtreff und der Kindertreff zu Hause ist, in Julius-Lusser-Haus umzubenennen.
„Es ist sehr schade, dass das so vielseitig genutzte Haus bislang keinen Namen hat“, sagt Klaus Enslin, Vorsitzender des Bürgervereins  Untertürkheim/Rotenberg. Denn bevor die heutigen Mieter sich dort einquartiert haben, war das Haus bereits Frauenarbeitsschule, Eichamt, städtische Brennerei, Freibank und Telefonzentrale. Heute ist ein Treffpunkt
für Kinder und einer der wenigen Kulturstellen im Stadtbezirk. „Durch dieMontage einer beleuchteten Eingangsbeschriftung, wäre es für fremde Besucher einfacher zu  finden“, beschreibt Enslin die Vorzüge. Ein wirkliches starkes Argument für diese Umbenennung ist, dass die zu den Häusern gehört, die
Lusser in seinen gerade einmal fünf Jahren als Ortsbaumeister entworfen hat. Dazu gehören neben der Gemeindekelter (heutige Weinmanufaktur) auch eines der bekannteste Gebäude des Stadtteils, das kommunale Elektrizitätswerk am Neckar. „Durch die kommunale Nutzung seiner Bauwerke bis heute, verbunden mit den markanten Fassaden aus zweifarbigen Ziegelsteinen, verdienst es Lusser, als Namensgeber vorgeschlagen zu werden“, ist Enlin überzeugt.
Vor einigen Jahren war man noch mit dem Vorstoß gescheitert den Kelterplatz in Julius-Lusser-Platz umzubenennen. „Die Stadt hat ihr Veto eingelegt, da Anwohner von derAdressänderung betroffen seien“, bedauert Enslin.Dies wäre im Gemeindehaus nicht der Fall, die Adresse bliebe mit  Strümpfelbacher Straße 38 die gleiche.Mit einer Antwort derStadt rechnet Enslin im Herbst diesen Jahres.
Es ist bereits der zweite Vorstoß des Bürgervereins Untertürkheim/Rotenberg, das Gedenken an Ortsbaumeister Julius Lusser hochzuhalten.
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Julius Lusser

Julius Lusser wurde am 22.März 1845 in Heilbronn geboren und arbeitete vom 1. November 1900 bis 31.März 1905 als Ortsbaumeister im Rathaus Untertürkheim unter Schultheiß Eduard Fiechtner. Lusser verstarb am 27. September 1922 in Untertürkheim.
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>> Punkt 6 in der >> Bezirksbeiratssitzung am 20.11.2018 <<