35 Künstler zeigen 90 Werke in der Stadtteilbibliothek Uth. bis 15.12.2018 – Vernissage am 21.11.

Kunstschaffende sehen Untertürkheim und Rotenberg in 90 Werken

Ab Dienstag 20.11.2018 bis 15. Dezember zeigt der Bürgerverein Untertürkheim in der Stadtteilbibliothek Untertürkheim diese Ausstellung. Die Spannweite der gezeigten Techniken und Malstilen reicht von Aquarellen über Kalligraphien bis hin zu Intarsien- und Mosaik-Arbeiten.

Zur Vernissage am 21. November um 19:00 Uhr wird Kurator Peter Vetter die Einführung halten, für den musikalischen Rahmen sorgt das Duo Julia und Matthias Vetter.

Am Weihnachtsmarkt Samstag 8.12.2018 ist bis 17 Uhr geöffnet

Vom mehr als 35 einheimischen Kunstschaffenden wurden über 90 Werke zusammengetragen. Viele davon sind von der örtlichen Umgebung des alten Wengeterorts inspiriert, aber auch die starken Veränderungen durch Industrie und wirtschaftlicher Dynamik werden thematisiert. Nicht unerwartet zeigt sich die Spannweite der Motive auch in einer Vielfalt von Techniken und Malstilen.


Einen Kunstgenuss der ganz besonderen Art – sowohl optisch als auch akustisch – bietet, verpackt in einem klassisch-goldenen Bildrahmen ein kinetisches Musikbild. Dieses Kleinod, vom Ludwigsburger Wilhelm Seitter in den Achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts geschaffen, verblüfft sowohl durch seine Ideenvielfalt als auch die exzellente Detailtreue. Motiv ist ein Blick auf Rotenberg mit seiner Grabkapelle und sein in 39 Elementen umgesetztes, sehr lebendiges Ortsleben vor 140 Jahren. Erst in Bewegung lebt die Szenerie mit Spielorgel-Melodien richtig auf, die, wie alle beweglichen Elemente, über eine zentrale Walze erzeugt werden.

Kinetisches Musikbild – Foto: Enslin

Klar, dass der Zahn der Zeit an diesem filigranen Werk nicht spurlos vorbei gegangen war. Doch dem Rotenberger Tüftler Wolfgang Otto-Merk ist es in vielstündiger Arbeit gelungen, das Musikbild wieder zu erstaunlicher Lebendigkeit zu erwecken und es damit erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. Seinem Schöpfer Wilhelm Seitter war wohl der schwäbische Tüftlergeist in die Wiege gelegt, war er doch der Neffe von Jakob Friedrich Kammerer, der als Erfinder der Zündhölzer gilt. Leider hatte der mit seinem Landesfürsten Herzog Karl Eugen, der ihn drangsalierte, weniger Glück, bevor er dann in die Schweiz fliehen konnte.

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Öffnungszeiten –Strümpfelbacher Str. 45, 70327 Stuttgart:
Montag Geschlossen
Dienstag 11:00–19:00
Mittwoch 14:00–18:00
Donnerstag 14:00–18:00
Freitag 10:00–18:00
Samstag 10:00–14:00