Frühlingshafte Geburtstagsfeier

Frühlingshafte Geburtstagsfeier

23.3.2018 -Dazu hatte die AWO-Begegnungsstätte Untertürkheim geladen.

Und um es vorweg zu nehmen: Die Stätte war brechend voll, so dass gar die Treppenstufen als Sitzfläche genutzt wurden.

Doch bevor es zu den Feierlichkeiten ging, klärte Corina Küßner, die Anwesenden zunächst einmal auf, was es mit dem Brauch Geburtstagsfeier oder auch Wiegenfest genannt, eigentlich auf sich hat. Denn vielen war dies nicht unbedingt bekannt:

Kulturhistorisch geht der moderne Brauch der Geburtstagsfeier auf die frühe Hochkultur des Alten Ägypten sowie die Kultur der Antike (Griechen und Römer) zurück. Bei den Ägyptern wurde die Geburtstagsfeier zu Ehren des Pharao abgehalten. Bei den Griechen und Römern hingegen diente die Geburtstagsfeier zur Anrufung von Schutzgeistern, um die gefeierte Person vor Schlechtem zu bewahren. Geburtstagsgeschenke stellten dabei ein Opfer an den Schutzgeist dar. Auch das Ahnengedenken spielte eine Rolle. Ursprünglich waren monatliche Feiern, meist von Gemeinschaften am selben Tag geborener Menschen, üblich. Ein Bezug zu angeblich am selben Tag geborenen Göttern war konstitutiv. Einladungen, Segenswünsche, Geschenke, Reden und Gedichte waren üblich.

Da will ich doch  gleich das Wort Gemeinschaften aufnehmen:

Im halbjährlichen Rhythmus wird dieses gemeinsame Geburtstagsfeiern in der Widdersteinstraße gepflegt und  so war es auch am 22. März 2018. Es gab zwar keine Rosen für die Geburtstagskinder  jedoch ein Töpfchen Stiefmütterchen.

Damit nicht genug! Das “Christophorus-Quartett, bestehend aus: Petra Sonsalla, Oswald Gulde, Uwe Pietschmann (Gesang) und Thomas Matla (Klavier) unterhielten die Geburtstags-“kinder” auf’s Allerfeinste.

Doch halt, eigentlich gab es schon Rosen und zwar  gesanglich  aus der Operette  ‘Der Vogelhändler’ – “Schenkt man sich Rosen in Tirol”.

“Schau einer schönen Frau nie zu tief in die Augen, denn was ihr Blick verspricht…” Da huschte schon ein Lächeln über das eine oder andere Gesicht. Aber nein, nein, es war nur der Song aus “Maske in Blau”.

Dann kam der Frühling “Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blüh’n” aus ‘My Fair Lady’  Weit weg nach Argentinien nahmen uns die Gäste  mit “Wein nicht um mich Argentina”.

Bevor aus Anatevka “Wenn ich einmal reich wär” erklang. Reich waren alle Anwesenden, die diesen schönen Operetten und Musical-Melodien lauschten.

“Ich bin nur ein armer Wandergesell. Gute Nacht liebes Mädel, gut’ Nacht” aus dem ‘Vetter aus Dingsda’, war noch nicht das Ende.

In englischer Fassung erklang aus der “West Side Story” Maria, Maria, Maria.  The most beautiful sound I ever heard Maria, Maria, Maria, Maria. All the beautiful sounds of the world in a single word…

Es hätte noch lange so weitergehen können.

Doch mit der Zugabe “Time to say goodbye” auf italienisch (Con te partirò) klangvoll vom Christophorus-Quartett vorgetragen, endete dieser Hörngenuss.

Wäre nicht so eng gestuhlt gewesen, hätte es sicherlich standing ovationen gegeben. So war lang anhaltender Applaus für diese Operetten-Musical-Melodien der Lohn für die Künstler.

 

Text und Fotos:

Liebgunde Liebehenschel