“Concerto Mobil” auf dem Karl-Benz-Platz

Ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse “Concerto Mobil”

Vorsichtig lugte die Sonne hervor als die Musiker des Stuttgarter Kammerorchesters “Concerto Mobil” ihren Streichinstrumenten die ersten Töne entlockten.

Der Karl-Benz-Platz, dessen Name für Mobilität steht, machte mit dieser außergewöhnlichen Konzertreihe “Concerto Mobil” seinem Namen alle Ehre, so die Worte von Susanne von Gutzeit, Konzertmeisterin. Die Töne, die sie ihrer Violine entlockte werden in den Ohren der Hörenden noch lange nachklingen und nicht nur diese, nein der gesamten Streicher.

Selbst ein Schwertransporter der hinter dem Bühnen-Aufbau vorbeifuhr und passend zum Musikstück einen tiefen Hupton von sich gab. Entlockte selbst dem Orchester ein Lächeln.

Wann gibt es schon einmal ein Open-Air-Konzert von dieser Klasse gratis zu erleben?

Fasziniert lauschten Kommende, Gehende und Stehenbleibende dem Klang der bekannten Melodien. Von wegen Klassik ist altbacken, nein sie ist lebendig wie eh und je und passt durchaus auch in die Gegenwart. Spürbar was das Feuer der Vortragenden und übertrug sich, so dass sich einige Mutige gar zu deinem Tänzchen hinreißen ließen.

Die Auswahl des Gespielten von Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade “Eine kleine Nachtmusik, über Antonin Dvoraks Suite “Zypressen, von Joseph Lanner “Die Romantiker, Franz Liszt die “Ungarische Rapsodie Nr. 2 bis hin zu Fritz Kreisler “Marche Miniature Viennoise, verlangte nach einer Zugabe, die auch gewährt wurde.

Würde meinen, dass dies Sonderprogramm “Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten des Landes Baden-Württemberg nachahmenswert ist. Ebenso gilt Dank den Bezirksbeiräten von Wangen und Untertürkheim die aus ihrem Budget Gelder für diese Veranstaltung bereit gestellt haben.

Der Nachsatz sei gestattet:

Auf dem Heimweg von diesem tollen Klang-Erlebnis, sprach mich eine ältere Dame spontan an und meinte: “Ob man denn mit einem Rollator und/oder E-Mobil auch in einen Konzertsaal, z. B. im Foyer des StadtPalais Eintritt gewährt bekomme? Welches ich aus eigener Erfahrung bejahen konnte. Und mit einem tiefen Seufzer ihrerseits: “Wenn es nur nicht so teuer wäre,” verabschiedete sie sich!”

Text und Fotos:

Gundi Liebehenschel

Fotos: Enslin