Bericht zu Radio!Gaga! in der Sängerhalle

„Die Augen meiner Maschine“

Nein, eine Maschine hatte ich nicht gekauft, dafür aber eine Eintrittskarte für Radio!Gaga!
Und ich muss sagen, es gab mächtig was auf die Augen und nicht nur dies, die Ohren wurden gleich mit einbezogen.

Weit war der Bogen des Dargebotenen gespannt und zwar zielsicher.
Großartig war diese Show inszeniert und der Funke sprang mit Öffnung des Vorhangs sofort auf die erwartungsvollen Gäste über. Schade, dass am Sonntag einige Stühle nicht besetzt waren.
Liebe Daheimgebliebene, da habt ihr etwas verpasst, denn gleich so viele Talente hätte ich, ehrlich gesagt, in Untertürkheim nicht erwartet. Sie hätten eine ausverkaufte Sängerhalle verdient gehabt!
Von wegen „I hab ka Lust“, „Das Glück is a Vogerl“ zum „Zigeunerbaron“, das Wolgalied zum Eifersuchtsduett der  „Dreigroschenoper“. Weiter ging es zum „Barbier von Sevilla“ dem Eifersuchtsduett zu Mozarts Arie der Barbarina aus „Figaros Hochzeit“ zum „Hochzeitskuchen“ aus dem „Zigeunerbaron“, die Arie des Leporello „Notte e giorno“ aus „Don Giovanni“. Auch verzauberte Silvia Breiner mit „Somewhere over the Rainbow“ aus „Der Zauberer von Oz“. Es war zwar keine „Nacht in Venedig“ jedoch ein Nachmittag in Untertürkheim mit „Frutti di mare“. Ebenfalls zauberhaft der Gesang der Waldelfen aus „Rusalka“.

Foto: Gundi Liebehenschel

Als das Swingduo Ännie & Joggs dann auch noch „Wochenend und Sonnenschein“ zu Gehör brachte, stimmte gleich der eine oder andere ein wenig mit ein.
Den Schlussakkord mit dem Chanson von Georg Kreisler „Die Augen von meiner Maschine“ setzten dann die Soli: Bachtr Ahmad, Silvia Breiner und Frieda Schwenk.

So dass ich sagen/schreiben kann:

“Die Augen von meiner Maschine
Haben mir alles ganz genau erklärt
Und sie schienen wie feuchte Rubine
Aber leuchtend und viel mehr wert.”

Text und Fotokollage:
Gundi Liebehenschel