Leonhard Schmidt – Bildnisse und Portraits – am 7.7.2019 in der Gartengalerie W24

Sonderausstellung Leonhard Schmidt
(1892 -1978) der Maler vom Rotenberg
NEUE SACHLICHKEIT- STUTTGARTER SEZESSION

Bildnisse und Portraits
Sonntag, 7.7.2019
14
oo 17 oo Uhr

Gartengalerie W24
im Malerhaus am Württemberg
Württembergstraße 24
70327 Stuttgart Untertürkheim

www.gartengalerie-w24.de

Veranstalter:
Verein zur Förderung und Pflege
des Werkes von Leonhard Schmidt e.V.

Vorsitzende:
Barbara Nouruzi-Pur
>>Plakat-L-Schmidt-4<<

 

Wangen – Wasenstraße – Auto ins Schleudern geraten – Zeugen gesucht

09.06.2019 – 19:27 Polizeipräsidium Stuttgart

POL-S: Ins Schleudern geraten – Zeugen gesucht

  • Fiat Punto nimmt Geländer mit und baut Unfall

Stuttgart-Wangen (ots)
Vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit ist am Sonntag (09.06.2019) gegen 17.40 Uhr ein 19-jähriger Autofahrer ins Schleudern geraten und mit zwei weiteren Pkw zusammengestoßen. Dabei wurde eine Person leicht verletzt und es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 27.000 Euro. Der 19-Jährige befuhr mit seinem Fiat Punto die Wasenstraße in Richtung Inselstraße und kam vermutlich infolge überhöhter Geschwindigkeit beim Überqueren der Stadtbahngleise ins Schleudern. Danach durchbrach er zunächst das Geländer des Z-Übergangs der U-Haltestelle Wasenstraße und prallte schließlich auf der Gegenfahrbahn mit einem BMW 1er eines 40-Jährigen und einem VW Golf eines 45-Jährigen zusammen. Hierbei wurde der 39-jährige Beifahrer im BMW leicht verletzt. Ein Rettungswagen war im Einsatz. Der Fiat Punto und der VW Golf mussten abgeschleppt werden. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei unter der Rufnummer +4971189904100 in Verbindung zu setzen.

FOTOBERICHT: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wasenstrasse-in-stuttgart-fiat-punto-nimmt-gelaender-mit-und-baut-unfall.2760cf67-009b-4b36-ba2d-12999e6eb116.html

Lindenschulzentrum: Feier des Fronleichnamsfestes am 20.6.2019

Feier des Fronleichnamsfestes

Donnerstag, 20. Juni 2019 von 10:00 bis 14:00
Start am Lindenschulzentrum, Lindenschulstr. 20

Auf dem Schulhof des Lindenschulzentrums Untertürkheim feiert die Gesamtkirchengemeinde St. Urban die Eucharistiefeier an Fronleichnam. Festprediger ist P. Martin Gal SDS. Musikalisch wird der Festgottesdienst und die Fronleichnamsprozession vom Musikverein Untertürkheim begleitet.

Die Prozession zieht über die Neckarbrücke nach Wangen – St. Christophorus und endet am evangelischen Gemeindehaus Wangen (Ulmer Straße).
Im Anschluss sind alle zu einem Mittagessen und Kaffee und Kuchen eingeladen.


https://www.facebook.com/events/1078529529010745/

Ortsmuseum in Rotenberg geöffnet am So 7.7.2019 von 14-16 Uhr

Öffnung des Ortsmuseum 2019 – Sonderausstellung “Vier von hier”

Am Sonntag 7. Juli um 14 Uhr öffnet das Ortsmuseum Untertürkheim/Rotenberg des Bürgervereins Untertürkheim seine Pforte und lädt alle interessierten Besucher bis 16 Uhr zum kostenlosen Besuch ein. Bis in den Oktober ist  jeweils am ersten Sonntag des Monats von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Neben der heimatgeschichtlichen Dauerausstellung zur Orts- und Frühgeschichte, zu Weinbau, Gewerbe und Industrialisierung und natürlich zur Geschichte des Wirtembergs und seiner Grabkapelle wird im Alten Schulhaus in der Württembergstraße 312 auch wieder eine Sonderausstellung zu sehen sein. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Vier von hier“ und präsentiert mit zahlreichen Exponaten vier Persönlichkeiten, die für Untertürkheim und Rotenberg im 19. und 20. Jahrhundert prägend waren:

Alexander Beutter, der von 1891 bis 1926 als erster ständiger Pfarrer in Rotenberg wirkte, prägte den kleinen Ort unterm Wirtemberg auch als Musikfachmann, der den Kirchenchor und eine Theatergruppe begründete, den Bau des Gemeindehauses anstieß und mit der Begründung der Spar- und Darlehnskasse Rotenberg auch ganz weltliche Aktivitäten entwickelte. Er wurde 1926 Ehrenbürger der Gemeinde Rotenberg.

Von ganz anderem Holz war hingegen Albert Dulk. Er trat vor allem als Schriftsteller, Theaterkritiker, Literaturtheoretiker, Freidenker und als Vorkämpfer der erwachenden Arbeiter- und Sozialistenbewegung im Kaiserreich des 19. Jahrhunderts in Erscheinung. Von 1871 bis zu seinem Tod 1884 lebte das Multitalent, das auch als Weltenbummler und Athlet von sich reden machte, in Untertürkheim. Anlässlich seines 200. Geburtstags wird in diesem Jahr wieder der Untertürkheimer Albert-Dulk-Preis an eine Persönlichkeit verliehen, die ähnlich wie sein Namensgeber grenzüberschreitend wirkt.

Die Spuren, die Eduard Fiechtner in Untertürheim hinterlässt, wirken bis heute stark nach. Der letzte Schultheiß der damals noch selbstständigen Gemeinde Untertürkheim verantwortet nicht nur den Bau einer Wasserversorgungsanlage und des ersten gemeindeeigenen Elektrizitätswerks in Württemberg. Mit großem Verhandlungsgeschick erwirkte er 1904 die Ansiedelung der Daimler-Motoren-Gesellschaft auf Untertürkheimer Gemarkung – und damit eine schwungvolle Entwicklung des alten Wengerterorts.
1904 wurde er zum Ehrenbürger von Untertürkheim ernannt.

Der vierte im Bunde, Carl Schmauk ist ein echtes Untertürkheimer Eigengewächs. Geboren 1868 als Weingärtnersohn, lebte und arbeitete der Maler und Illustrator als freischaffender Künstler hier bis zu seinem Tod 1946. Er widmete sich in erster Linie der Porträt- und Landschaftsmalerei seiner engeren Heimat. Lokale Bedeutung erreichte sein Bild „Untertürkheimer Bergpredigt”, ein Kolossalgemälde in der Stadtkirche, das Jesus im Kreis Untertürkheimer Bürger darstellt.

Interessenten sind herzlich zum Besuch des Ortsmuseums eingeladen im Alten Schulhaus Roitenberg in der Württembergstraße 312.
Infos unter
www.bv-untertuerkheim.de
>> Flyer downloaden <<

>>siehe auch Bericht im Stg. Wochenblatt<<

Radio GAGA in der Sängerhalle – Bericht und Foto

Grandios GAGA – moderne Medienlandschaften musikalisch aufs Korn genommen

Foto von Harald Jakob

„Soll Mutter Beimer sterben?“ Die glücklose Fernseh-Praktikantin Silvia Süßmeier, dargestellt von der sängerisch und schauspielerisch fulminanten Silvia Breiner, muss ihren Dienst mit einer undankbaren Zuhörer-Umfrage starten, assistiert von im Hintergrund brabbelnden Callcenter-Angestellten, die elektrisiert aufspringen, als die Sängerin Astrid Toenniessen von hinten aus dem Saal mit einem brillanten hohen Ton die musikalische Show beginnt: „Frutti di mare!“ aus Johann Strauss‘ Operette „Eine Nacht in Venedig“ eröffnet den hektischen Werbeblock, Programmdirektor und Regie-Assistentin machen ordentlich Druck, alles müsse schneller, jünger, digitaler rüberkommen. Wie im wirklichen Leben. Und doch: die Praktikantin hat sich das alles anders vorgestellt und sinnt mit „Somewhere over the Rainbow“ ihren geplatzten Schauspielträumen nach.
Wer am ersten Maiwochenende den Weg in die Untertürkheimer Sängerhalle gefunden hatte, wurde für das schlechte Wetter reichlich entschädigt. Die Untertürkheimer Sopranistin Renate Brosch hatte mit ihrer privaten Gesangsklasse „Studio für Gesang“ eine grandiose Bühnenshow auf die Beine gestellt, in der sie schillernd vielseitig moderne und verflossene Radio-, TV- und Internetformate parodierte. Ihre Schülerinnen und Schüler überraschten mit durchweg fast professionellen Gesangsleistungen, nicht nur als SolistInnen, sondern auch als geübte EnsemblesängerInnen in zahlreichen Terzetten, Duetten und Quartetten.

Die Szenen, das Hin- und Her der Auf- und Abgänge, erinnerten an das alltägliche TV-Szenario: durchzappen durch alle Kanäle. Da gab es Tele-Shopping mit B-Promis „Untertürkheim – Shopping ohne Grenzen“, da gab es Astro- TV (sehr anrührend Babette Winkelmann mit „Lovers“ aus dem Film „House of Flying Daggers“), da gab es „Bauer sucht Frau“, sensationell komisch mit Jürgen Ankele (Tenor) und Silvia Breiner: er missversteht die Empathie seiner Moderatorin und baggert sie an mit einer Arie aus Donizettis „Elisir d’amore“.
Immer lief für die Protagonistin irgendetwas schief: der omnipräsente Azubi Bachtr Ahmad, Abteilung Werkschutz und Sicherheit tröstete mal mit einer Tasse Kaffee, mal übernahm er das Ruder, um Silvia Süßmaier vor dem Burnout zu retten, in Mozarts Arie des Leporello aus „Don Giovanni“ mit wohlklingender jugendlicher Bass-Stimme, mal als Frontsänger bei Queens „Radio Gaga“, auch mal als Kabelträger hinter dem Kameramann Henner Bornträger her huschend.

Für kleine Ruhepausen in dem alltäglichen TV-Wahnsinn sorgten die nächtlichen Putzfrauen-Szenen: Angela Rubini, Andrea Nicht-Roth und Petra Fogel durften in Reminiszenzen an frühere, schönere Fernsehzeiten schwelgen und zu Klängen des Swing-Duos Ännie & Jogs ihre Besen schwingen.
Glanzlichter des Abends waren drei junge Sopranistinnen, die in Dvoráks Waldelfen-Szenen aus „Rusalka“ wunderbar harmonierten, aber höchst unterschiedliche Akzente setzten: Astrid Toenniessen in Bernsteins „Glitter and be Gay“ oder Gounods „Je veux vivre“ als höhensichere Koloraturkönigin trägt mit der Hauptdarstellerin Silvia überzeugend so manchen Zickenkrieg aus, Katariina Westhäußer-Kowalski überzeugt mit verschmitztem Charme in Rossinis „Una voce poco fa“, Sophia Marheineke, die in der Finalistenrunde von DSDS Mozarts Zauberflöte zitierte und mit ihrer alabasterfarbenen Pamina für einen kurzen tragischen Moment sorgte, den die Altistin Magdalena Keltsch mit ihrer Arie „O schöne Jugendtage“ sonor vertiefte.

Slapstick gab es reichlich: „Bibis Beauty Palace“ mit viel Teenie-Gekreische, „Sie wünschen, wir spielen“ mit einer krächzenden alten Zuhörerin („Bin isch im Radio?????“), die sich Lehárs Wolgalied wünschte, von Jürgen Ankele mit altmodischem Pathos souverän-anrührend vorgetragen – höchst dynamisch und witzig auch die Vokalimprovisationen der völlig überforderten Regie-Assistentin
Sabine Hanneforth beim Tag der Offenen Tür. Im Hochzeitsformat „Zwischen Tüll und Tränen“ sah man sage und schreibe neun Brautkleider auf der Bühne, ein wirkungsvolles Tableau für Webers „Brautjungfernlied“ (Solistinnen Julia Coschurba, Dana Wenzel, Sophia Marheineke, Katariina Westhäußer-Kowalksi) und dem sentimentalen Duett „Wer uns getraut“ (Ingrid Marheineke und Jürgen Ankele) aus dem „Zigeunerbaron von J. Strauss.

Ein Stromausfall während Queens „Radio Gaga“ sorgt für Irritation, beendet die lustige Dauermedienparty und führt zurück zu den Wurzeln, ohne Licht und Strom, unplugged, Dvoráks Waldelfenszene verspricht spirituelle Heilung – doch als das Licht wieder angeht und die Handys munter durch die Gegend klingeln, werden alle wieder rückfällig und daddeln wie immer: Georg Kreislers Lied aus dem Jahre 1963 „Die Augen von meiner Maschine“ beendet hintergründig den Abend und beschreibt detailgenau einen Apparat, den man heute „Alexa“ nennen würde…
Das begeisterte Publikum verlangte nach einer Zugabe, und so erklang „Radio Gaga“ ohne Stromausfall mit Bachtr Ahmad, Silvia Breiner und der jüngsten Sängerin Frieda Schwenk als SolistInnen noch einmal ganz und ohne Stromausfall. Viel Beifall auch für die Bühnenbildnerin Marlene Blumenstock, die die Bühne mit zahlreichen Kopfhörern unterschiedlicher Größe ausgestattet hatte, und Karl-Friedrich Schäfer, der in Mehrfachfunktion als Programmdirektor, Pianist und Akkordeonist alles musikalisch zusammengehalten hatte.
Man darf gespannt sein, mit welchen verrückten Ideen die Drehbuch-Autorin im folgenden Jahr aufwarten wird. Kommen Sie noch zahlreicher in die Sängerhalle: es lohnt sich! – Klaus Enslin –